Schweizer Präsenz in Berlin
An einer Medienkonferenz der Sepsis-Stiftung in Berlin haben Fachleute und Betroffene mehr politische Priorität für Sepsis gefordert. Der Schweizer Intensivmediziner Peter Suter präsentierte dabei den ersten Swiss Sepsis Report und die Swiss Sepsis Declaration als Beispiel für konkretes Engagement gegen die lebensbedrohliche Erkrankung.
Der Intensivmediziner Peter Suter vom Steering Board des Swiss Sepsis Program ist an der Berliner Medienkonferenz der deutschen Sepsis-Stiftung aufgetreten. Er präsentierte den ersten Swiss Sepsis Report und die Swiss Sepsis Declaration. Diese zeige, was man machen könne auch mit persönlichem Engagement gegen Sepsis.
Konrad Reinhart von der deutschen Sepsis-Stiftung sagte vor den Medien, Sepsis müsse jetzt eine Priorität im Gesundheitswesen werden, wie es Herzinfarkte und Schlaganfälle auch seien. Der Infektionsbiologe Stefan Kaufmann bezeichnete Sepsis als «eines der grössten, zu wenig berücksichtigten Gesundheitsrisiken unserer Zeit». Etliche Betroffene schilderten ihre Sepsis-Schicksale: «Sepsis ist ein Killer» fasste es Kerstin Martensen, eine betroffene Patientenmutter, prägnant zusammen.
Die Sepsis-Stiftung hat zusammen mit dem Verein «Team Stop Sepsis» ein Petition lanciert für einen nationalen Sepsis-Plan in Deutschland. Die Petition ist bereits von über 50’000 Personen unterschrieben worden.